Waldkindergarten
DIE WALDWICHTEL
Löhne e.V.

 
  HOME DER KINDERGARTEN INFO KONTAKT
   

Geschichte
Konzept
Anfahrt

Link- Liste

Aktuelles

info@waldwichtel-loehne.de

Kiga-Leitung@waldwichtel-loehne.de

Impressum

Die neue pädagogische Konzeption

Die neue pädagogische Konzeption ist fertig gestellt.

Haben Sie Interesse an der Konzeption, können Sie diese bei uns per E - Mail anfordern (s.o.).

Druckexemplare können gegen einen Kostenbeitrag angefordert werden.

Grundideen unseres Waldkindergartens...und mehr

Die Kinder wachsen heute in einer reizüberfluteten Umwelt auf. Sie sind vermehrt Opfer der Konsumgesellschaft und werden in ihrem natürlichen Bewegungsdrang eingeengt, wodurch vielfach Aggressionen aufgebaut werden können. Sie wissen wohl, wie man einen Fernseher, Videorecorder und einen Computer "bedienen" kann, jedoch sehr wenig von den Abläufen in unserer Natur.

Sie bekommen überwiegend "Vorgefertigtes" und werden in ihrer Kreativität unterdrückt. Die Kinder sitzen viel auf Stühlen und bewegen sich sehr viel weniger als noch vor einigen Jahren.

Dadurch kommt es schon bei den Kleinsten vermehrt zu Haltungsschäden. Unsere Kinder werden jeden Tag für Stunden mit akustischen und visuellen Reizen überschüttet.

Gestresste Kinder sind keine Seltenheit. Die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, Allergien, Haltungsschäden usw. ist vermehrt vorhanden.

Durch die Waldkindergruppe möchten wir Kindern, Eltern und Mitarbeiter/innen die Möglichkeit geben, sich wieder auf die natürlichen und elementaren Dinge des Lebens zu konzentrieren.

Die Natur und die Umgebung des Waldes sind dazu die denkbar besten Voraussetzungen. Um eine gute Basis für die pädagogische Arbeit zu schaffen, ist ein vertrauensvolles, offenes Verhältnis zwischen Eltern und Erzieher/innen sehr wichtig.

Den Erzieher/innen obliegt die Verantwortung für den gruppenpädagogischen und individuellen Umgang mit unseren Kindern sowie die Gestaltung der Gruppenarbeit. Beides muss in beratender Kooperation aller Beteiligten miteinander in Einklang gebracht werden.

Eine regelmäßige, sorgfältige Beobachtung der Kinder muss gewährleistet sein, um die Entwicklungsphasen der einzelnen Kinder zu unterstützen. Diese Beobachtungen ermöglichen es uns, situationsorientiert zu arbeiten und den Kindern entsprechendes Material und Anregungen zur Verfügung zu stellen.

Der Entwicklungsstand der Kinder wird in regelmäßigen Abständen zwischen Erzieherinnen und Eltern thematisiert.

Jeden Tag in den Wald

Jeder Tag in unserem Waldkindergarten bedeutet frühmorgens zunächst einmal Abschied nehmen von Geliebtem - aber auch Begrüßen von Vertrautem.

Die Kinder wissen, wer und was sie erwartet und wer sie begrüßt.

Ein Tag hat begonnen. Ein wichtiges Element, das zur Sicherheit und Geborgenheit führt, ist die Regelmäßigkeit, die immer wiederkehrenden Rhythmen und Rituale.

Diese Regelmäßigkeiten zeigen sich pro Tag z. B. in der Morgenrunde, dem gemeinsamen Frühstück, der Abschlussrunde, pro Woche und im ganzen Jahresablauf (z. B. Feste verschiedener Art).

Der rhythmische Tagesablauf ist geprägt vom Zeitlassen. Ein Kind muss eigene Erfahrungen sammeln, es erfährt die Welt in eigenem Rhythmus, es arbeitet nach eigenen Gesetzen. Daher ist Kraft- und Zeitaufwand stets individuell.

Wir sollten uns deshalb bemühen, so oft wie möglich die Welt aus der Kinderperspektive zu sehen und den Kindern helfen, die Dinge, die sie früher oder später tun müssen, selbst zu tun. Durch die Kontinuität im Zusammensein lernen sich Erzieher/innen und Kind individuell kennen.

Durch das daraus erworbene Vertrauen kann das Kind bald auch intensiven Kontakt zu der gesamten Kindergruppe aufbauen. Ältere Kinder geben den kleineren in der Gruppe Zuwendung und ein Gefühl der Sicherheit und übernehmen Vorbildfunktion.

Im Beisein vertrauter Spielgefährten fällt es den Kindern leichter, unbekannte Dinge in der Natur zu erkunden. Der Kontakt zu Kindern unterschiedlicher Altersstufen ermöglicht dem kleinen Kind wichtige soziale Erfahrungen zumachen:

Es erfährt Hilfe und Trost, es kann selbst vielleicht schon helfen; lernt aber auch, kleinere Enttäuschungen zu ertragen.

Erfahrungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder im Wald

1. Strukturierendes Element der Arbeit in unserem Waldkindergarten ist der jahreszeitliche Rhythmus. Die Abläufe im jahreszeitlichen Naturkreislauf werden unmittelbar erlebt.

2. Die Kinder können sich spontan und frei im Wald bewegen. Sie erleben dadurch Fähigkeiten und Grenzen ihrer Körperlichkeit. Die Natur bietet eine Vielfalt an Bewegungsanlässen und -möglichkeiten. Die gesamte Fein- und Grobmotorik wird auf ganz natürliche Weise gefördert.

3. Alle fünf Sinne des Kindes - Fühlen, Hören, Riechen, Schmecken und Sehen - werden in einer Differenziertheit angesprochen, die der Vielfalt der natürlichen Umgebung entspricht.
Diese Differenziertheit findet ihre Entsprechung in einer ebenso differenzierten und zahlreichen Verknüpfung der Nervenbahnen im Gehirn, wodurch die Intelligenz des Kindes auf breitester Basis angeregt und gefördert wird.
Das Kind lernt vorwiegend über das eigenständige Tun, Erproben, Erfinden und Erleben. Das Kind begreift anhand der natürlichen Gesetze schneller logische Zusammenhänge. Die Natur bietet dem Kind ein differenziertes Lernen ohne Reizüberflutung an.

4. Die Förderung im psychomotorischen Bereich findet unter idealen Bedingungen statt, da Räume für ganzkörperliches, intensives Handeln das Kind umgeben.

5. Das "Verweilen können" bei einer Tätigkeit, bei einer Beobachtung entsprechend dem individuellen Bedürfnis des Kindes, schafft intensive Erfahrungs-, Erinnerungs- und Identifizierungswerte.
Die Konzentrationsfähigkeit, Geduld und Ausdauer werden erhöht.

6. Die dem Kind innewohnenden Phantasiekräfte können sich frei entfalten. Die jedem Kind ganz eigene Kreativität wird gefördert.

7. Zur ganzheitlichen Erziehung in der Waldkindergruppe gehören selbstverständlich die Bereiche der rhythmisch - musikalischen Erziehung und der Vermittlung von Kulturgut (Märchen etc.).
Die künstlerisch - ästhetische Förderung greift vorwiegend auf Materialien aus der Natur zurück.

8. Stille wird erfahrbar. Eine Sensibilisierung für das gesprochene Wort und die Stimmen der Natur wird ermöglicht.

9. Feuer, Wasser, Luft, und Erde gehören zu den existentiellen Lebensgrundlagen des Menschen. Das Erleben und der Umgang mit diesen Elementen und den Naturerscheinungen, wie Hagel, Schnee, Regen und Nebel, bereichern das Kind in seiner Gesamtpersönlichkeit.
Das Bewusstsein für die Natur wird geschärft.

10. Jedes Mitglied der Gruppe ist im besonderen Maße als Helfer und Wissensvermittler gefordert. Auf der Basis eines "echten Aufeinanderangewiesenseins" wird die soziale Kompetenz der Gruppe und des einzelnen gestärkt.
Das Kind lernt Verantwortung zu übernehmen - für sich und für die Natur.

11. Kinder mit Behinderungen sollen - der Eigenart ihrer Behinderung entsprechend - in der Waldkindergruppe aufgenommen werden.
Ihre Integration ist eine Bereicherung für die Gesamtgruppe und deshalb unbedingt anzustreben.

12. Verhaltensauffällige Kinder haben die Chance, aufgrund neuer Erfahrungen und Erlebnisqualitäten neue Verhaltensmuster aufzubauen.

13. Die Bewegung in der frischen Luft bei jeder Witterung fördert die Gesundheit und stärkt das Immunsystem.

home